Die Unterwanderung

    • [Brücke]

      Mit dem Erhalt der Bestätigung auf die codierte Nachricht an Decker befiehlt der Captain sofort vom Dock abzulegen und mit Warp 4 nach Sternenbasis 78 zu fliegen. Als sie dann eine der Türen zur Brücke hinter sich hört, schaut sie nach hinten und glaubt, ihren Augen nicht trauen zu können. Denn ein Mann, der über die Statur eines Bodybuilders verfügt und außerdem noch eine gewaltige Waffe geschultert hat, steht an der Tür. Dabei nimmt er wie im Militär Haltung an, salutiert und brüllt: "Carl Marcus Trent meldet sich beim Captain zum Dienst!"

      "Stehen Sssie bequem, Mr. Trent!" Dabei steht der Captain auf und fängt an, ihn genau zu mustern. Während der Mann bequem steht, fragt sie diesen: "Wasss sssind Ihre Spezialitäten und Aufgabenbereiche, abgesssehen von Ihrer gewaltigen Kanone auf dem Rücken?" Dabei brüllt der Mann seine Antwort heraus, "Schiffstaktik und Sicherheit, Ma'am! Ich stehe voll zu Ihrer Verfügung!" Dann steht sie direkt vor ihm, mustert ihn noch einmal von unten bis nach oben und hat begriffen, dass er offensichtlich schon immer so gelebt hat. "Ich verstehe. Dann auf an die Taktik, Sssie werden alle Aktivitäten beobachten und mir melden, wenn sssich jemand auf einem Abfangkursss befinden sssollte, oder Ähnlichesss, ich denke, Sssie wissssen, was gemeint issst. Hier sssind außerdem alle Anweisssungen, die auf meinem Schiff zu befolgen sssind. Wenn noch Fragen sssind, dann zögern Sssie nicht, diessse zu stellen. Dasss wäre Allesss. Wegtreten!"

      Der Mann salutiert noch einmal und brüllt dabei "Aye, Captain!" und begibt sich sofort auf seinen Posten. Ihm scheint es sogar egal zu sein, dass er noch sein ganzes Gepäck auf der Brücke stehen hat. Der Captain weist einen der fest stationierten Fähnriche an, sein Gepäck auf sein Quartier zu bringen. Dann setzt sie sich wieder auf ihren Stuhl und wartet weitere Reaktionen ab, während das Schiff weiter auf Kurs zu Sternenbasis 78 ist.
    • Der Captain antwortet auf Decker's Kommunikation, "Folgen Sssie unssserem derzeitigen Kursss, noch sssind wir nicht bei der Sternenbasssisss angekommen. Grall Ende." Der Flug verläuft im Moment ohne Probleme und der Captain sieht prompt den Nächsten zur Brücke reinkommen. Der Mann sieht schon etwas älter aus und scheint einen Hang zur Nostalgie zu haben, denn aus ein paar seiner Hosentaschen schauen ein paar Schraubenschlüssel heraus, ebenfalls Werkzeuge, die für die Sternenflotte typisch ist. Dieser meldet sich mit stark verrauchter Stimme, "James Cox meldet sich zum Dienst, Captain."

      Der Captain geht auf diesen zu und mustert ihn, wie sie es zuvor bei dem muskelbepackten Bodybuilder gemacht hat. Dann fragt sie ihn nach seinen Spezialitäten und Aufgabenbereichen, worauf dieser antwortet: "Technik, Maschinen, Reparaturen. Das volle Programm, Ma'am." Darauf hin gibt ihm der Captain ein PADD mit allen nötigen Informationen und weist einen Crewman an, ihm sein Quartier zu zeigen. Als der Mann gerade die Brücke verlassen wollte, bemerkt der Captain, dass dieser sich eine Zigarette anzünden wollte. "Mr. Cox, ich schätze esss nicht, wenn auf meinem Schiff geraucht wird, besssondersss dann nicht, wenn esss im Maschinenraum issst." Dabei drückt der Mann sofort die Zigarette wieder aus und fragt, "Ist es wenigstens im Quartier gestattet?" "Sssolange esss nur im Quartier getan wird, ja," antwortet der Captain und hält den alten Mann nicht weiter auf. Dann setzt sie sich wieder auf ihren Captain's Stuhl, der Flug geht wie geplant weiter.
    • "Mr. Thonasss, lasssen Sssie unsss kurz unter Warp gehen, Mr. Decker will zum Landeanflug ansssetzen." Die Taktik bestätigte Decker's Drohnenschiff im Anflug und ließ das vorhandene Personal an der Schiffsrampe zur Arbeit antreten.

      Dann öffnete sich erst einmal die Haupttür zur Brücke und ein paar weitere Leute kamen herein. Es waren ebenfalls Leute, die nicht offiziell der Sternenflotte angehörten, aber eben nach Arbeit suchten. V'ger bat diese zu sich in den Bereitschaftsraum, um mit ihnen alles durchzugehen.

      "Mr. Thonasss, Sssie übernehmen die Brücke."

      Im Bereitschaftsraum fing dann der Captain an, alle einzeln genau zu mustern. Dabei machte sie ausgerechnet bei einer recht zierlich gebauten Frau den Anfang. "Name, Bereich, Spezialisssierung?" Die junge Frau antwortete leicht zurückhaltend: "Lesska Wallace ... Bereich Medizin, ich arbeite quasi als Allgemeinmedizinerin." Während V'ger wie dabei weiter musterte, fragte sie die Frau: "Allgemeinmedizin? Allesss umfasssende alssso." Die junge Frau nickte nur leicht. "Dem Namen zu urteilen von der Erde, aber nicht direkt abstammend, wie ich sssehe", bemerkte der Captain. Die junge Frau antwortete: "Ich wurde ... adoptiert ... Wallace wurde zu meinem Familiennamen." V'ger nickte und übergab ihr ein PADD mit allem, was sie wissen musste, während sie noch hinzufügte: "Auf meinem Schiff herrscht ein strenges Klima, da unsssere Aufgaben höchssste Disssziplin erfordern. Bitte nicht vergessssen. Sssie dürfen wegtreten. Machen Sssie sssich mit dem Schiff vertraut und dann helfen Sssie in der Krankenstation." "Aye, Captain," antwortete Lesska Wallace und begab sich als erstes in ihr zugeteiltes Quartier, um alles erst einmal zu verstauen.

      Dann fing der Captain an, die nächste Person zu mustern. "Name, Bereich, Spezialisssierung?" Die nächste Person ist ein etwas dürr aussehender junger Mann, welcher antwortete: "Dan Bozinsky, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung." Dabei staunte der Captain etwas und fragte: "Forschung und Entwicklung, ja? Nennen Sssie mir etwass." Der Mann, der sich Dan Bozinsky nennt, antwortete darauf: "Sehen Sie sich den Plan an, den ich mitgebracht habe. Das hier ist das Konzept für Schildgeneratoren und persönliche Schilde. Ich habe hier noch den Prototyp für persönliche Schilde dabei. Es soll dem Anwender ermöglichen, Energiefeuer nicht einfach zu reflektieren, sondern auch zum Absender zurückzuschicken. Das Gerät befindet sich aber noch in der Entwicklungsphase." Der Captain sah sich dieses kleine Gerät an. "Nicht viel grössser alsss eine kleine Gürteltasche. Sssehr interesssant. Sssie sssind alssso Wisssenschaftler? Dann dürfte Sssie die Experimentalforschung besssondersss reizen." Dabei überreichte sie ihm ein PADD mit allem, was es zu wissen gilt und noch ein PADD für die Experimentalforschung. Danach durfte der Mann wegtreten und sich erst einmal einrichten.

      Bei der nächsten Person kam es allerdings, noch bevor der Captain überhaupt anfangen konnte etwas zu sagen, wie aus der Pistole geschossen. "Marcus Henry Voerman, Spitzname Radar, Operationskoordinierung oder OPS, Spezialgebiet externe und interne Teamkoordinierung. Außerdem bin ich als eine Art Frühwarnsystem bekannt." Der Captain schaute den Mann an, er sah ganz normal aus, aber er hatte ihr quasi die Fragen erspart. Darauf fragte sie: "Frühwarnsssyssstem? Wie issst dasss zu verstehen?" Dieser antwortete darauf: "Ich habe ein Talent dafür, vorrauszuahnen, was bei diversen Schäden für Nachfolgen entstehen können und kann mir somit zeitaufwendige Koordinierungen ersparen, da ich dann mehrere Teams gleichzeitig losschicke. Ich gestalte Reparaturen und Unterstützungen etwas effizienter." V'ger fing an zu grinsen: "Dann wollen wir sssehen, wie gut diesssesss Frühwarnsssyssstem sssein wird, wenn esss sssoweit issst." Dann übergab sie dem Mann das PADD und ließ ihn wegtreten.

      Zum Schluss kam dann noch ein eher stattlich aussehender, schon etwas älterer Herr dran. "Name, Bereich, Spezialisssierung?" Der Mann antwortete: "Rick Hurst, Steuer und Navigation oder einfach CONN, Spezialbereich Kampfmanöver, zu Diensten." V'ger musterte ihn erst einmal sehr genau, dann erklärte sie ihm: "Sssie wissssen hoffentlich, wie die Navigation auf Schiffen der Föderation funktioniert?" Dieser antwortete: "Ja, Captain." V'ger fuhr fort: "Gut, dann machen Sssie sssich bitte mit der Navigation unssseresss Schiffesss vertraut. Ein Fähnrich wird Ihnen Ihr Gepäck insss Quartier bringen, hier sssind die Inssstruktionen und dasss PADD, welchesss alle Neuzugänge bekommen." Der Mann nahm die beiden PADDs an sich und durfte wegtreten, aber nicht ins Quartier, sondern ans Steuer.

      Nachdem sie die vier Neuankömmlinge versorgt hatte, ging sie selbst auch auf die Brücke und forderte einen Statusbericht an.

      [Da der letzte Eintrag ungefähr 1 1/2 Jahre jetzt zurückliegt, bitte ich hier um Verständnis für diese verspätete Fortsetzung.]